Grippaler Infekt
Erkältungskrankheiten, auch grippale Infekte genannt, treten vermehrt in der kalten Jahreszeit auf. Unser Körper empfindet Kälte als Stress und schüttet entsprechend mehr Stresshormone aus,die wiederum die Abwehrkräfte schwächen.
Falls die Erreger eines grippalen Infekts über unsere Abwehrkräfte siegen, kommt es in der Regel nach ein bis drei Tagen zunächst zu Halskratzen, dann beginnt die Nase zu laufen, anschliessend schwellen die Nasenschleimhäute an und die Nase verstopft. Kopfschmerzen können entstehen, wenn das Sekret nicht ablaufen kann. Wandert der Infekt über die Luftröhre in die Bronchien,quält uns Husten. Ergreift der Infekt die Stimmbänder, tritt Heiserkeit ein.
Geringes oder leichtes Fieber sind, wie Husten, Schnupfen und Heiserkeit charakteristisch für einen grippalen Infekt. Nach 10 bis spätestens 14 Tagen sollte die Erkältung vorüber sein.
Ein grippaler Infekt wird durch Viren verursacht und ist, wenn auch beschwerlich so doch relativ harmlos. Wenn allerdings die durch die Viren vorgeschädigten Schleimhäute der Atemwege zusätzlich mit Bakterien besiedelt werden, kann es zu schweren Infektionen, wie Lungenentzündung, Angina, Mittelohrentzündung kommen.

Influenza
Die echte Grippe, Influenza, wird durch Influenza-Viren ausgelöst. Wie aus heiterem Himmel setzen im Gegensatz zum grippalen Infekt Symptome wie hohes Fieber, Schüttelfrost, starke Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, trockener Husten, Schnupfen und starke Abgeschlagenheit ein. Herz und Kreislauf werden stark belastet. Verläuft die Krankheit komplikationslos, dauert es oft Wochen, bis der Körper sich erholt hat. Auch hier können zusätzlich bakterielle Infektionen eintreten, die schwere Krankheitsbilder zur Folge haben.

Ein wirksamer Schutz kann die Grippe-Schutzimpfung sein. Die Wirkung tritt aber erst 2 - 3 Wochen nach der Impfung ein. Fragen Sie uns, ob Sie sich impfen lassen sollten !!!

Vorbeugende Maßnahmen
Eine entscheidende Rolle zur Bekämpfung von Infekten spielt unser Immunsystem. Die Abwehrkräfte stärken, bedeutet gesunde, vitaminreiche Ernährung, Bewegung, ausreichend Schlaf, wenig Stress, wenig Alkohol, nicht Rauchen.
Besonders Vitamin C sorgt dafür, dass unser Immunsystem besser mit den Krankheitserregern fertig wird. Auch pflanzliche Immunstimulantien aus dem roten Sonnenhut (Echinacea), Eleutherococcus, Thuja u.a. bieten eine ideale Vorbeugemöglichkeit.

Was tun bei einer Erkältung?
Bei einer banalen Erkältung gilt: Bettruhe, Wärme, Schlaf, vitaminreiche Ernährung. Auch Schwitzen regt das Immunsystem an. Tees aus Lindenblüten und Holunderblüten lassen die Körpertemperatur ansteigen, denn die Immunzellen sind bei höherer Körpertem- peratur aktiver. Natürlich ist das nur sinnvoll, wenn man kein Fieber hat. Fieber ist nicht von vornherein als etwas Negatives einzustufen. Dennoch sollte man bei einer Erkältung regelmäßig Fieber messen. Steigt die Körpertemperatur auf über 39 Grad, empfiehlt es sich einen Arzt zu Rate zu ziehen.
Zur Fiebersenkung und Schmerzbeseitigung gibt es entsprechende Arzneimittel. Wir suchen für Sie persönlich das richtige Arzneimittel bei Bedarf aus. Nicht zu vergessen sind an dieser Stelle alte Hausmittel, wie kalte Wadenwickel.
Bei einer Erkältung, ob mit oder ohne Fieber, sollte man auf jeden Fall viel trinken. Warme Getränke und heiße Suppen lösen übrigens den Schleim in den Atemwegen. Hier liegt der Effekt eindeutig mehr in der Vorbeugung von Erkältungskrankheiten. Allerdings kann auch im Erkrankungsfall eine Abschwächung der Symptome erreicht werden.

Was tun bei Husten ?
Bei Entzündungen der Bronchien wird übermäßig viel Schleim produziert, der allein nicht mehr abtransportiert werden kann. Husten soll mithelfen, die Atemwege von Sekret und schädlichen Fremdkörpern zu befreien. Er entsteht durch die Reizung der Hustenrezeptoren.
Ausschließlich bei trockenem Hustenreiz werden „ Hustenreizstiller „eingesetzt. Ansonsten besteht die Gefahr eines Sekretstaus, der zur Lungenent- zündung führen kann.
Arzneimittel gegen Reizhusten sind meistens chemischer Herkunft. Aber auch Arzneimittel aus dem pflanzlichen Bereich, die reizmildernd aufgrund ihres Schleimgehaltes wirken, finden Anwendung.

Viele Arzneimittel werden zur Entfernung von Schleim und Sekret aus den Bronchien eingesetzt. Es gibt in diesem Fall Mittel, die die Schleimdrüsen zur Produktion von dünnflüssigem Schleim anregen, dazu gehören ätherische Öle wie Eukalyptusöl, Latschenkiefern, Thymian- und Anisöl, aber auch Primelwurzel und chemische Stoffe. Weiter gibt es Stoffe, die den Schleimtransport verstärken. Besonders hervorzuheben sind Stoffe, die das Bronchialsekret verflüssigen, so dass es leichter transportiert werden kann. Auch hier gilt wieder: viel trinken!
Bei der Vielzahl der Arzneimittel gegen Husten und der unterschiedlichen Symptome ist es wichtig, sich eingehend beraten zu lassen. Es hat nämlich keinen Sinn, ein Arzneimittel gegen Hustenreiz und ein Arzneimittel zur Verflüssigung des Bronchialsekrets einzunehmen. Der dünnflüssig gewordene Schleim kann dann durch Blockade des Hustenreizes nicht abgehustet werden.

Ob Hustentee , Hustenbonbons, Inhalation, Einreibung oder Brustwickel wir finden für Sie das Richtige, um Sie schnell wieder fit zu machen!

Was tun bei Schnupfen?
Wenn die Nase läuft (Rhinitis) sind besonders wohltuende Dampfbäder mit Zusätzen wie ätherische Öle oder Kamille zu empfehlen. Auch Einreibungen der Brust mit ätherischen Ölen fördern den geruhsamen Schlaf ohne Atembeschwerden durch die dichte Nase.

Schwellen die Schleimhäute der Nase an, oder setzt sich in Nebenhöhlen Sekret fest, so spricht man von Sinusitis. Kopfschmerzen und allgemeines Unwohlsein sind dann die Regel.

Auch in diesem Fall gibt es im unkomplizierten Fall Arzneimittel zum Einnehmen, die ätherische Öle enthalten, aber auch Arzneimittel, die Primelwurzel- extrakt enthalten, verflüssigen das Sekret und fördern den Austritt aus den Nebenhöhlen. Nasentropfen oder -sprays lassen die Schleimhäute abschwellen, ebenso Arzneimittel zum Einnehmen, die chemische Wirkstoffe enthalten. Manchmal hilft die Befeuchtung der Schleimhäute mit Meerwasser oder einfacher Salzlösung besser.

Auch hier ist unbedingt Beratung erforderlich, denn Nasentropfen und -sprays sollten nur zeitlich begrenzt angewendet werden. Helfen alle Maßnahmen nicht, tritt eventuell Fieber auf, dann empfiehlt sich ein Arztbesuch.