Sommerzeit, Ferienzeit, Reisezeit
Sichere Reise: An alles gedacht?
Sie haben sich Ihren Urlaub verdient. So ist er aus diesem Grunde schon förderlich für Ihre Gesundheit. Vom Stress erholen, die Zeit genießen, ein gutes Buch lesen, die Seele baumeln lassen oder auch all die Dinge tun, zu denen man sonst keine Zeit hat.

In puncto Gesundheit und Wohlbefinden unterstützt Sie die Süderberg Apotheke mit nützlichen Tipps und verschiedenen Serviceleistungen. Haben Sie an alles gedacht? Nur wer alles Notwendige dabei hat, kann sich vor allem im Ausland Stress und Kosten ersparen - für die Nerven, aber auch für die Haut.

Gute Reise wünscht Ihr Team aus der Süderberg Apotheke

Impfprobleme bei Fernreisen?
Die Reisen in entfernte Regionen unserer Erde nehmen rapide zu. Gleichzeitig hört und liest man immer wieder in den Medien von einer steigenden Anzahl ernstzunehmender Erkrankungen, die im Zusammenhang mit Auslandreisen auftreten, z.B. die immer wieder unterschätzte Malaria.

Wir beschäftigen uns seit langer Zeit mit der Gesundheitsprophylaxe - Beratung von Fernreisenden. Wir haben ein eigenes Datenverarbeitungsprogramm, das auch Ihnen nutzen kann. Bislang war es schwer, eine exakte Beratung - „Wann benötige ich welche Impfung?“ - zu erhalten, da sich die Informationsflut der weltweiten „Destinationen“ kaum noch verarbeiten lässt.

Mit unserem Programm, in dem alle notwendigen Impfdaten sowie alle Reiseländer mit den dazugehörigen Besonderheiten gespeichert sind, können wir eine ganz persönliche Impfempfehlung erstellen. Mit dieser Impfempfehlung können Sie dann Ihren Arzt aufsuchen und die notwendigen Maßnahmen besprechen. Die Ärzte nehmen unsere Vorleistung sehr gerne an, da auch für sie eine Pflege der Informationsflut fast unmöglich ist.

Der richtige Sonnenschutz
Wieviel Schutz braucht Ihre Haut? Egal, wo Sie die sonnigen Stunden des Jahres verbringen - Ihre Haut benötigt überall intensiven Schutz. Damit Sie entspannt Sonne und Urlaub genießen können. Denn die Haut ist einzigartig. So sollte auch der Hautschutz speziell auf Ihren Hauttyp abgestimmt werden.

Bei Kleinkindern gilt grundsätzlich ein extrem hoher Lichtschutzfaktor: Am besten eignen sich auch getönte Präparate, weil man besser sieht, ob auf der Babyhaut eine Stelle vergessen wurde.

Überprüfen Sie Ihre Reiseapotheke
Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie sich unsere Checkliste geben. Bei uns erfahren Sie auch, worauf Sie bei der Zusammenstellung achten müssen.

Diabetiker-Info für Fernreisen

Auch Diabetiker können nach entsprechender Vorbereitung von ihrem Arzt gut eingestellt auf Reisen gehen. Oberstes Gebot ist jedoch auch hier, dass der Stoffwechsel nicht entgleisen darf. Der übliche Zeitplan für Mahlzeiten und Tabletteneinnahme bzw. Insulinspritzen muss daher auch im Urlaub eingehalten werden.

Insulin verdirbt nicht so leicht in wärmeren Gegenden. Für die Dauer von 2-4 Wochen muss es nicht unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Allerdings sollten Sie direkte Hitze oder Sonneneinstrahlung vermeiden (d.h. Lagerung bei Raumtemperatur 20 bis 25 Grad). Falls ein größerer Vorrat für längere Aufenthalte (über 4 Wochen) vorhanden ist, wird die Lagerung bei 6-10 Grad im Kühlschrank empfohlen. In besonders heißen Gegenden können Sie das Insulin auch in einer kleinen Kühltasche (bei uns erhältlich) mit sich führen.
Denken Sie unbedingt an einen mehrsprachigen Diabetiker Ausweis.

Diabetiker müssen allerdings mit Problemen rechnen bei ihrer Einstellung, wenn Sie Zeitgrenzen überfliegen. Verlängert sich der Tag, brauchen Sie mehr Insulin, umgekehrt verringert sich die Insulin-Dosis, wenn die Flugrichtung die Reise stark verkürzt.
Einzelheiten müssen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt besprechen.

Das Economy-Class-Syndrom
Nicht nur an unserem Urlaubsort lauern Gefahren, sondern auch schon auf dem Weg dorthin. Zu wenig Platz und Bewegungsmangel im Flugzeug können der Auslöser einer der gefürchteten Lungenembolien sein. Nicht selten entstehen, besonders bei Fluggästen die Economy-Class reisen, Thrombosen in den tiefen Bein- oder Beckenvenen.

Wie entstehen Thrombosen?
Blut hat die Eigenschaft, wenn es nicht mehr fließt oder mit fremden Oberflächen in Kontakt kommt, zu verklumpen. Wenn Sie sich schon einmal geschnitten haben, haben Sie sicher schon beobachtet wie sich der Blutstropfen auf dem Küchentisch, dem Hemd oder an den Wundrändern verändert. Aus dem flüssigen Blut wird eine feste Scholle. Auf einer Wunde nennt man das Kruste, auf dem Hemd Fleck. An dieser Veränderung sind besonders die Blutplättchen, Thrombozyten, und besondere Bluteiweiße, die Gerinnungsfaktoren, beteiligt. Unter normalen Bedingungen ist dieser Vorgang auch sehr sinnvoll, da kleine Verletzungen, wie sie uns täglich tausendfach passieren, sofort verschlossen werden. Man könnte vereinfacht sagen, dass der Körper mit Hilfe der Blutplättchen und Gerinnungsfaktoren auf jeden Riss ein Pflaster klebt. Nehmen wir zum Beispiel den schon genannten Schnitt. Dabei fließt Blut in die Wunde, gerinnt dort und verschließt damit den Schnitt wieder, wie ein Pflaster. Eine Kruste ist aber viel besser als ein Pflaster, weil sie schon bald in normales Bindegewebe und Haut umgebaut wird. Der Defekt ist dadurch schnell wieder reparieren.

Im Flugzeug liegen die Karten allerdings anders. Wir sitzen mit hunderten anderer Leute auf engstem Raum zusammengepfercht, wie in einer Ölsardinendose. Aber haben Sie jemals 350 Ölsardinen in einer einzigen Dose gesehen? Durch den Bewegungsmangel fließt das Blut besonders in den Beinen sehr langsam oder sogar gar nicht. Dabei kann es besonders in den tiefen Bein- oder Beckenvenen, die das Blut aus den Beinen zum Herzen befördern sollen, zur Blutgerinnung kommen, ein Thrombus entstehen. Bewegen Sie sich dann später wieder, kann sich dieser Thrombus lösen und mit dem Blutstrom zum Herzen gespült werden, von dort unmittelbar in die Lunge. In der Lunge werden die Gefäße dann kleiner und das Gerinnsel bleibt stecken. Je nachdem wie viel vom Durchmesser der Lungenarterie verstopft ist, wird es gefährlich. Es kann nicht mehr genügend Blut durch die Lunge fließen, Erstickung droht.

Wie sind die Symptome einer Thrombose?
In den Venen fließt bekanntlich das Blut, z.B. aus den Armen und Beinen, zum Herzen. Als Folge einer Venenthrombose wird der Blutabfluss aus der betreffenden Körperregion, in diesem Fall besonders der Beine, erschwert oder kommt ganz zum Erliegen, was zu Folgeschäden führen kann. Blutgerinnsel können sich aber auch lösen und andere, oft lebenswichtige Gefäße verstopfen.

Deutliche Beschwerden treten manchmal erst auf wenn größere Venenabschnitte verschlossen sind. Durch die starke Abflussbehinderung sammelt sich Gewebswasser an, außerdem wird der Zufluss von sauerstoff- und nährstoffreichem Blut behindert. Es kann dann zu einer starken Schwellung, einem Ödemen, im Bein kommen. Es fühlt sich dann meist auch überwärmt an und ist blau verfärbt. Daraus kann sich durch den ständigen Blutstau ein chronisches Venenleiden entwickeln, welches mit offenen Beinen, Ulcus cruris, einhergehen kann. Auch starke Brustschmerzen und Atemnot können auf eine Lungenembolie hinweisen.

Wer ist besonders gefährdet?
Eine Thrombose kann durch viele Faktoren entstehen. Generell wird sie durch alle Umstände begünstigt, welche zu Gefäßveränderungen, wie Ablagerungen oder Schädigungen, erhöhter Gerinnungsneigung oder verlangsamtem Blutfluß führen. Wichtige Risikofaktoren sind:

Wie kann das Tourismus-Klassen-Syndrom verhindert werden?
Wenn Ihnen eine längere Flugreise bevorsteht, sollten Sie mit Ihrem Arzt über die Möglichkeiten einer Thromboseprophylaxe sprechen. Allgemein gilt, dass Sie während des Fluges viel trinken sollten, um das Blut flüssig zu halten. Anleitungen für Venengymnastik liegen in den meisten Flugzeugen aus, dabei fördern Sie durch bestimmte Übungen den venösen Rückstrom aus den Beinen. Stehen Sie oft auf und gehen den Gang entlang. In vielen Fällen kann Ihr Arzt auch eine Heparinspritze verordnen, die die Blutgerinnung vermindert. Auch das Tragen von Kompressionsstrümpfen ist sehr empfehlenswert.

Beim Jetlag dreht die innere Uhr durch
Wenn Sie nicht schon vorher urlaubsreif waren sind Sie es spätestens nach dem nicht enden wollenden Flug. Bei Fernreisen kann die innere Uhr nicht mit der Geschwindigkeit des Flugzeugs mithalten. Der Körper tickt noch tagelang nach der heimatlichen Uhr. Selbst wenn Sie gerade gefrühstückt haben und ein Blick auf die örtliche Uhr erst den Anfang eines erlebnisreichen Tages verspricht, ist daheim Schlafenszeit. Trotz der räumlichen Entfernung kennt das deutsche Sandmännchen kein Pardon. Nichts neues für den erfahrenen Jetsetter: der Jetlag ist Schuld daran. Reizbarkeit, Schlafstörungen und eingeschränkte Leistungsfähigkeit sind die Folge.

Die innere Uhr
Hormone haben in unserem Körper die Aufgabe den Stoffwechsel an wechselnde Bedingungen anzupassen. Ist beispielsweise die letzte Mahlzeit schon länger im Dickdarm angekommen , beginnt der Blutzuckerspiegel abzusinken. Viele Zellen im Körper, besonders die Nervenzellen im Gehirn, würden jetzt nicht mehr genug Nahrung bekommen und beginnen abzusterben, wenn nicht die Hormone der Nebennierenrinde gegensteuern würden. Cortison wird dort frühzeitig freigesetzt und veranlasst die Leber dazu Stärke zu Zucker abzubauen. Der Blutzuckerspiegel bleibt konstant hoch genug und das Überleben des Körpers ist gesichert. Im Gegensatz dazu werden in der Nacht weniger Nährstoffe benötigt. Auch an diese Situation muss sich der Körper anpassen, wieder durch das Hormonsystem.

Fast alle Hormonsysteme zeigen eine Tag-Nacht-Rhythmik. Das Stresshormon Cortison ist nachts nur in einer sehr geringen Konzentration im Blut nachzuweisen, Das Wachstumshormon hat nachts einen hohen Spiegel, vermutlich um im Schlaf die Regeneration zu unterstützen. Diese rhythmische Änderung der Hormonkonzentrationen wird von der inneren Uhr gesteuert. Man vermutet ihren Sitz an der Unterseite des Gehirns, in unmittelbarer Nähe zur Sehnervenkreuzung. Bei Versuchen mit Freiwilligen Versuchspersonen hat man festgestellt, dass die innere Uhr ohne Korrektur von außen einen ungefähr 25 stündigen Rhythmus besitzt. Sie muss also täglich neu synchronisiert werden. Einer der vermutlich wichtigsten Mechanismen zur Synchronisation scheint
das Tageslicht zu sein. Denn bei den oben erwähnten Versuchspersonen hat sich nach absolutem Tageslichtentzug der 25- Stunden-Tag eingestellt. Lichtrezeptoren in der Netzhaut scheinen über den Sehnerven direkt mit der vermeintlichen inneren Uhr verbunden zu sein. Der Einfluss auf das Hormonsystem soll über die mit ihr verschaltete Zirbeldrüse vonstatten gehen.

Gegen den Jetlag ist ein Kraut gewachsen
Bei Reisen über mehrere Zeitzonen hinweg, wie bei längeren Flugreisen, dauert es pro Zeitzone einen Tag bis sich die innere Uhr und der Rest des Körpers an die neue Situation angepasst hat. Es soll jetzt möglich sein diese Zeit zu verkürzen. In den USA zum Beispiel gibt es bereits das oben beschriebene Hormon Metallenen in Tablettenform. Zum schlafen eingenommen soll sich der Körper viel schneller an die neue Zeit anpassen. Vielleicht gehört der Jetlag bald der Vergangenheit an. Bei uns ist das Medikament noch nicht erhältlich. Experimentell wird es bei uns schon erfolgreich gegen Krankheiten eingesetzt bei denen die innere Uhr nicht richtig funktioniert. Bei uns bleibt uns aber nichts anderes übrig als mit allgemeinen Maßnahmen zu versuchen über den Jetlag zu kommen. Schlafen Sie sich gut vor Antritt einer Fernreise aus, trinken Sie viel um Thrombosen zu vermeiden und den Flüssigkeitsverlust durch die trockenen Kabinenluft auszugleichen und trinken Sie wenig Alkohol, da er 2-3 mal so stark in der dünnen Luft wirkt und damit auch noch am nächsten Tag nachhängt. Schonen Sie sich in den ersten Urlaubstagen um dem Körper Zeit zu geben sich an das Klima und der inneren Uhr an die andere Zeit anzupassen.

Ältere Globetrotter brauchen gute Vorbereitung
Viele Senioren unternehmen keine weiten Reisen mehr, schon gar nicht, wenn es sich um Touren nach Übersee handelt. Doch einige ältere Globetrotter lassen sich von ihrem fortgeschrittenen Alter nicht abhalten, in weit entfernte Länder zu reisen. Dabei gilt es jedoch einiges zu beachten, denn alleine schon das Alter gilt als Risikofaktor. Oftmals liegt bei Senioren eine Grunderkrankung wie hoher Blutdruck oder Cholesterin, Diabetes oder Arterienverkalkung vor. Es werden Medikamente wie Betablocker, Diuretika, Antidepressiva eingenommen, die teilweise die Thermoregulierung einschränken, das heißt, dass die Patienten sich weniger gut an große Hitze oder Kälte anpassen können. Allerdings sollten bereits bestehende Dauermedikationen vor einer Reise nicht geändert werden. Schmerz- und Schlafmittel, die für die Reise verordnet werden, sollten am besten noch zu Hause auf ihre Verträglichkeit getestet werden. Der Hausarzt sollte dem Globetrotter einige Notfallmedikamente mit auf die Reise geben, deren Anwendung im Vorhinein besprochen werden muss. Überprüft werden sollte auch der bestehende Impfschutz, da dieser bei älteren Menschen oft zu wünschen übrig lässt. An Tetanus, Diphterie, eventuell Hepatitis A und B und Pneumokokken-Impfung ist zu denken. Bei Kreuzfahrten in nördliche Regionen ist auch eine Grippeimpfung zu empfehlen, weil auf Schiffen schon des öfteren Grippe-Epidemien ausgebrochen sind. Bei Medikamenten gegen Malaria müssen Wechselwirkungen mit anderen Mitteln ins Kalkül gezogen werden. Risikoreich ist die Gelbfieber-Impfung für ältere Personen und sollte nur wenn unbedingt notwendig verabreicht werden. Während eines langen Fluges gilt auch und gerade für Senioren: Öfter aufstehen und umhergehen, um Thrombosen und Lungenembolien entgegen zu steuern. Fußgymnastik und Kompressionsstrümpfe schützen zusätzlich. Bei hohem Tromboserisiko kann zwei bis acht Stunden vor dem Flug Heparin gespritzt werden. Ältere Menschen sollten bedenken, dass sie stärker und Jetlag leiden und auch eine längere Anpassung an fremdes Klima oder Höhe brauchen. Eine Überanstrengung in den ersten Tagen ist zu vermeiden. Gerne ist das Team der Süderberg Apotheke bei der Zusammenstellung der persönlichen Reiseapotheke behilflich und berät sie bei weiteren Fragen.
Verfasser: Parmapharm GmbH & Co. KG